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Der fliegende Edelstein
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Eisvogel mit Fisch

Der Eisvogel (Alcedo atthis) wird wegen seines farbigen und schillernden Gefieders gerne als ein "fliegender Edelstein" bezeichnet. In Mecklenburg-Vorpommern findet er allenthalben noch saubere Gewässer mit Steilhängen oder umgestürzten Bäumen, um seine Jungen aufzuziehen.

Unser einheimischer Eisvogel - über die ganze Welt verteilt ist die Familie zuhause, vom winzigen Zwergeisvogel Afrikas bis hin zum krähengrossen "Lachenden Hans" aus Australien - ist ein gut spatzengroßer, gedrungener Vogel mit kurzem Schwanz und geradem, kräftigem Schnabel. Während Bauch und Brust rostbraun sind, schimmern Oberseite und Kopf kobaldblau bis türkisfarben. Da man selten Gelegenheit hat, ihn ruhig sitzen zu sehen, fällt vor allem der leuchtend blaue Rücken auf, wenn er pfeilschnell von seiner Ansitzwarte 20 oder 30 m weiterfliegt, um dem unerwünschten Beobachter auszuweichen.

Unsere Eisvögel leben vor allem von kleinen Fischen, Wasserinsekten und deren Larven und Kaulquappen. Die Nahrungstiere werden unzerkleinert verschlungen, wobei ihnen fingerlange Fischchen keine besonderen Schwierigkeiten bereiten. Der Vogel fängt sie meistens, indem er von seinem Beobachtungsposten blitzschnell ins Wasser stösst. Wo Ansitzwarten fehlen, wird die Nahrung auch aus einem kurzen Rüttelflug heraus erbeutet.

Die Bruthöhle wird traditionell etwa einen halben Meter weit in den Sand von Steilufern gegraben. Wo Steilufer fehlen, werden aber auch Bruten im Wurzelwerk von umgestürzten Bäumen beobachtet.

Eisvogel im Winter

Strenge Winter machen den Tieren sehr zu schaffen; sie verhungern ganz einfach, wenn sie nicht rechtzeitig ausweichen. Wenn der Lebensraum intakt ist, können aber wohl sogar 90%ige Bestandsverluste in nur zwei Brutsommern wieder ausgeglichen werden. Aber der Lebensraum - klare, mässig schnell-fliessende oder gar stehende Gewässer mit reichem Jungfischbestand - muss vorhanden sein!

Der aufmerksame Naturfreund kann den fliegenden Edelstein in Mecklenburg-Vorpommern an vielen Stellen beobachten. Bei Bad Stuer am Südende des Plauer Sees gibt es ein "Tal der Eisvögel"; auch an Nebel und Recknitz sind sichere Beobachtungen genauso möglich, wie im Müritz-Nationalpark.

Im Naturpark Nossentiner-Schwinzer Heide können Sie die besten Beobachtungen an Nebel und Mildnitz machen, also an fliessenden Gewässern. Aber die Vögel nehmen auch gerne die Abbruchkanten an anderen Gewässern - z.B. an Kiesgruben - zur Anlage ihrer Brutröhren.

Wenn Sie an einer Bootsfahrt von Warnemünde nach Markgrafenheide teilnehmen, werden Sie dort nicht nur Eisvögel mit hoher Wahrscheinlichkeit sehen, sondern auch ein Seeadlerpaar, das dort in der Gegend ansässig ist.

Wenn's mit der Freilandbeobachtung dann gar nicht klappen sollte, haben Sie seit 2013 noch die Möglichkeit, diese schönen Vögel in einem grossen und naturnah gestalteten Gehege im Vogelpark Marlow zu sehen.


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