Hier könnte auch Ihre Werbung stehen!

Fischotter - heimliche Gesellen
in Mecklenburg-Vorpommern

Sie sind hier: Startseite > Natur > Fischotter

Selbst in Mecklenburg-Vorpommern sind sie nur schwer zu beobachten, wenngleich sie hier noch regelmässig vorkommen: Der Fischotter (Lutra lutra) braucht die klaren, fliessenden Gewässer, die Mecklenburg-Vorpommern zum Glück noch ausreichend bietet.

Intaktes Fischotterrevier

Der Fischotter, der in die Verwandtschaft von Dachs und Steinmarder gehört, benötigt sehr klare, fliessende Gewässer, um sich wohlzufühlen. Solche Biotope findet er noch sehr gut in der Mecklenburgischen Schweiz, z.B. in der Nähe von Malchin und an Recknitz, Trebel u.ä. Flüsschen.

Auch im Naturpark Nossentiner-Schwinzer Heide zwischen dem Plauer und dem Krakower See konnte ein stabiler Bestand erhalten werden. Ebenfalls gibt es noch gesunde Populationen an der Oder und im Lausitzer Seengebiet. Aber insgesamt ist die Art in Deutschland sehr selten; im europäischen Massstab sieht es etwas günstiger aus.

Fischotter sind auch in Meck-Pomm schwer zu beobachten

Gründe für die Gefährdung der Art:
Die teilweise totalen Bestandsverluste vor allem in einigen Gebieten Deutschlands sind einmal auf die Jagd wegen des wertvollen Pelzes zurückzuführen, andererseits (in früherer Zeit) auch auf seine Beliebtheit auf dem Speisezettel des Klerus: Wegen seiner "fischähnlichen" Lebensweise durfte der Otter - genauso wie der Biber und der inzwischen in Europa ausgestorbene Waldrapp - auch während der Fastenzeit gegessen werden.

Der Hauptgrund für das weitgehende Aussterben dieser schönen und nützlichen Tierart aber ist zweifellos die Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen durch Gewässerverschmutzung und -begradigung und die Störungen durch den Wasser-Tourismus. Gerade die oft naturliebenden Kanu-Fahrer sind da viel störender, als die starken Motorboote, weil erstere den gleichen Lebensraum bevorzugen, wie die Fischotter.

Otterwechsel - Verkehrsschild nur in Ostdeutschland

Aktuelle Gefährdung:
Aktuell sind die Tiere stark gefährdet durch den Autoverkehr. Sie sollten also die Schilder "Otterwechsel", die Ihnen in Mecklenburg-Vorpommern an vielen Stellen begegnen, unbedingt ernst nehmen. Die Kollision mit einem Otter wird Ihrem Auto zwar nicht viel ausmachen, aber der Tod eines jeden Fischotters ist ein Rückschlag für das Überleben der Art in Deutschland.

Leider ist das Aufstellen von Warnhinweisen für die Behörden einfacher und billiger, als Tunnel (Röhren) unter den Strassen hindurch zu legen, die von den Tieren meistens sehr gut angenommen werden.

Fischotter verfügen über ein scharfes Raubtiergebiss

Ernährung:
Fischotter ernähren sich überwiegend von Fischen, die sie i.d.R. geschickt unter Wasser (also nicht vom Land aus) fangen, verschmähen aber auch nicht Krebse, Mäuse und Wasservögel. Die Tiere sind nachtaktiv und haben ein sehr grosses Revier; sie haben kein Problem damit, in einer Nacht ein mehr als 10 K
ilometer langes Flussstück zu durchstreifen. Den Tag verschlafen die Marder dann - wenn sie nicht gerade ein sehr ungestörtes Revier haben - unter den Wurzeln alter Bäume und in ähnlichen Verstecken. Ihre Nahrung - obwohl im Wasser gefangen - verspeisen sie übrigens am liebsten am Ufer. Dazu steht ihnen ein beachtliches Gebiss zur Verfügung.

Schwimmhäute zwischen den Zehen sind eine Anpassung an die wassergebundene Lebensweise

Eine unübersehbare Anpassung an ihre vorwiegend aquatische Lebensweise sind die deutlich erkennbaren Schwimmhäute zwischen den mit scharfen Krallen bewehrten Zehen.
Die liebenswerten Räuber werden deutlich mehr als katzengross, sind schlank, wendig und ausserordentlich elegant - selbst an Land, obwohl das wirklich nicht das Element dieser scheuen Wassertiere ist.

Ihr Fell ist extrem dicht, so dass sie sich nach dem Tauchgang nur kurz zu schütteln brauchen, um sofort wieder trocken zu sein. So ein toller Pelz ist natürlich nicht nur ein evolutionärer Vorteil, sondern weckt leider auch die Begehrlichkeiten des Pelzhandels.

Spielender Fischotter

Fischotter sind sehr verspielt; sie können alleine oder mit der ganzen Familie mit Baumteilen oder Kieselsteinen spielen, schier ohne ein Ende zu finden. Dabei vollbringen sie die wildesten Drehungen und Purzelbäume und schwimmen gerne auf dem Rücken, um mit den geschickten Pfoten irgendeinen interessanten Gegenstand zu untersuchen.

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Ihnen eine Fischotter-Beobachtung gelingt. Es gibt aber attraktive Anlagen im Schweriner Zoo und im Rostocker Zoo. Das ist vielleicht nicht ganz so faszinierend, wie eine Freiland-Beobachtung, aber für Besucher wie Tiere weniger stressig . . . .

An dieser nicht-komerziellen WebSite wird noch gearbeitet, letztes UpDate war am 03.05.2015
Die mit unserer Seite verbundenen Projekte und das Impressum finden Sie hier
nach oben